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Trainer: Thomas Krumbein
Mein „Leben mit Hunden“ begann im Februar 1996 mit dem Erwerb der 1 ½ jährigen Schäferhündin Xita, die fortan mich direkt begleitete und eigentlich keine Minute alleine liess. Meine ersten Erfahrungen mit Hundeschulen war damals in Berlin und eher negativer Natur, teils gepaart durch meine Unwissenheit und Naivität, teils durch die doch „geschlossene“ Gesellschaft des dortigen Schäferhund-Clubs.
So verließ ich mich bei der fortgesetzten Erziehung dann doch auf meine Intuition und Literatur, und konnte über die enge Bindung eigentlich alles erreichen, was ich wollte.
Nach dem Tod von Xita Anfang des Jahres 2005 legte ich mir selbst ein Trauerjahr auf um nicht direkt mit dem Folgehund zu vergleichen.
2006 dann schließlich war ich dann soweit und suchte wieder intensiv nach einem neuen Hund – es sollte wieder ein Schäferhund werden. Ich entschied mich dann im Mai für einen Welpen (Rüden, ich gab ihm den Namen "Ayko") und übernahm ihn Anfang Juni. Und diesmal machte ich sehr gute Erfahrungen mit der Welpenspielstunde und der Starterziehung – hier im Boxerklub Gruppe Wiesbaden – auch wenn zuerst jeder sagte: „Schäferhund und Boxer passen aber nicht zusammen...“.
Insbesondere das Training von Sabine Schneider-Ott und Ihre Einstellung zu dem Hundesport motivierten mich auch heute noch aktiv den Klub zu unterstützen – und legte auch den Grundstein meines „Trainerwissens“.
Wofür ich stehe: Ein gutes Hund-Mensch Team entsteht durch Bindung des Hundes zum Menschen – mit dem Bewusstsein der Rangfolge. In dieser Kombination ist alles möglich. Bin kein Verfechter des VPG-Sports, da ich den „Schutzdienstbereich“ für mich selbst ablehne und auch der Meinung bin, diese Ausbildung ist heute für den zivil geführten Hund eher kontraproduktiv.
Andererseits halte ich das Trainieren und das Beschäftigen mit dem Hund für eine wesentliche Grundlage der Mensch-Hund Beziehung und denke, jeder Hundeführer sollte zumindest die Begleithund-Prüfung ablegen können (Basis der Begleithundprüfung sind die einfachsten Unterordnungskommando). Doch auch darüber hinaus gibt es jede Menge interessanter und ausfüllende Beschäftigungsmöglichkeiten mit dem Hund, zum Beispiel Agility (Sport für Mensch und Hund), Fährtentraining, Obedience (Unterordnung vom Feinsten) – oder einfach nur Spaß und Geschicklichkeitsübungen. Unter Anleitung, in der Gruppe oder auch (manchmal) alleine – es gibt viele Varianten sich mit dem Hund zu beschäftigen und ihn zu fordern.
Die Aufgabe des Trainers ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, da zu sein, wo Hilfen und Anleitungen erwünscht und benötigt werden, zu unterstützen, wenn nötig zu korrigieren, aber immer zu motivieren und mit Ideen präsent zu sein. Kein Trainer kann einen „Problemhund“ kurieren – das geht nur im Mensch-Hund Team er kann aber auf Grund seiner Erfahrung mit Tipps und Anleitungen Verbesserungen herbeiführen – realisiert werden muss es immer vom Hundeführer selbst. Der Trainer übernimmt nicht die Aufgabe der Ausbildung des Hundes – sondern die Begleitung des Teams (Hundeführer/Hund) – die Ausbildung selbst ist Aufgabe des Hundeführers. Ein Trainer kann und wird hier nur unterstützend wirken.